Forschungen

Es gibt zahl­rei­che Stu­di­en zu den Aus­wir­kun­gen der Ver­wen­dung des Aba­kus. Sie haben ein­deu­tig bewie­sen, dass die­ser alte Taschen­rech­ner ein moder­nes men­ta­les Werk­zeug ist.

Lass uns mal sehen, wie der Aba­kus die Intel­li­genz von Kin­dern beeinflusst?

Die Unter­su­chun­gen wur­den an bedeu­ten­den Uni­ver­si­tä­ten in Euro­pa und Afri­ka (Uni­ver­si­tät Man­ches­ter, Uni­ver­si­tät Khar­tum, Uni­ver­si­tät Uls­ter) durch­ge­führt, an denen 3185 Kin­der im Alter von 7 bis 11 Jah­ren teil­ge­nom­men haben. Dort wur­de nach­ge­wie­sen, dass der IQ bei den Kin­dern, die das Pro­gramm Men­ta­le Arith­me­tik durch­ge­führt haben, um 7.11 Punk­te gestie­gen war, als bei den Kin­dern, die nicht am Pro­gramm teilnahmen.

SCIENCE DIRECT | Effects of Aba­cus trai­ning on the intel­li­gence of Suda­ne­se children

Wie das Gehirn funktioniert?

Um alle Vor­tei­le unse­res Pro­gramms rich­tig dar­stel­len zu kön­nen, ist es not­wen­dig zu ver­ste­hen, wie das Gehirn funk­tio­niert. Die grund­le­gen­de Auf­ga­be des Gehirns besteht dar­in, Infor­ma­tio­nen zu sam­meln und zu ver­ar­bei­ten und dann Ant­wor­ten zu geben, indem spe­zi­fi­sche Anwei­sun­gen an unse­ren Kör­per gesen­det wer­den. Das Gehirn besteht aus zwei Hälf­ten – der lin­ken und der rech­ten Hemi­sphä­re. Jede Hemi­sphä­re steu­ert die „gegen­über­lie­gen­de“ Sei­te unse­res Kör­pers, sodass die rech­te Hemi­sphä­re für unse­re lin­ke Sei­te ver­ant­wort­lich ist und das ver­ar­bei­tet, was wir auf dem lin­ken Auge sehen, wäh­rend die lin­ke Hemi­sphä­re die rech­te Sei­te steu­ert und die Sicht des rech­ten Auges ver­ar­bei­tet. Bei­de Hemi­sphä­ren sind offen­sicht­lich iden­tisch, aber die Unter­schie­de lie­gen in ihren Funk­tio­nen vor.

Die Gehirn­funk­ti­ons­theo­rie wur­de vom Neu­ro­psy­cho­lo­gen  Roger Wal­cott Sper­ry (https://en.wikipedia.org/Roger Wol­cott Sper­ry) ent­deckt, der für die­se Ent­de­ckung den Nobel­preis erhielt. Sper­ry beob­ach­te­te die Gehirn­ak­ti­vi­tät eines Pati­en­ten, bei dem die Brü­cken zwi­schen der rech­ten und der lin­ken Hemi­sphä­re chir­ur­gisch ent­fernt wur­den. Beim Beob­ach­ten bemerk­te er, dass der Pati­ent, wenn die Bil­der und Wör­ter von links kom­men, sie nicht erklä­ren kann, weil die Ver­bin­dun­gen zwi­schen den bei­den funk­tio­nal unter­schied­li­chen Tei­len des Gehirns feh­len. Dies beweist, dass die lin­ke und die rech­te Hemi­sphä­re bestimm­te Funk­tio­nen haben, sich aber auch ergän­zen. Das ist beim Den­ken beson­ders wichtig.

Wir kön­nen also mit Sicher­heit sagen, dass unse­re Spra­che von der lin­ken Gehirn­hälf­te gesteu­ert wird, wäh­rend für die visu­el­le und räum­li­che Erken­nung die rech­te Hälf­te ver­ant­wort­lich ist. Bei­de Hemi­sphä­ren arbei­ten jedoch zusam­men, um mit den wich­tigs­ten Gehirn­ope­ra­tio­nen wie dem Rich­ten zusam­men zu arbeiten.

Die lin­ke Hemi­sphä­re  wird als digi­ta­les Gehirn bezeich­net. Es steu­ert das Lesen, Schrei­ben, Rech­nen und logi­sches Den­ken. Daher ist die lin­ke Hemi­sphä­re unser inne­rer Mathe­ma­ti­ker, der berech­net und analysiert.

Die rech­te Gehirn­hälf­te  wird als ana­lo­ges Gehirn bezeich­net und steu­ert das drei­di­men­sio­na­le Gefühl, die Krea­ti­vi­tät und die künst­le­ri­chen Sin­ne. Die­se Hemi­sphä­re reprä­sen­tiert unse­ren inne­ren Künst­ler, der bereit ist, mit dem wun­der­sa­men Land der Fan­ta­sie zu spie­len, vol­ler Far­ben und Bil­der, For­men, Träu­me, Vor­stel­lungs­kraft und Intuition.

Hier ist ein Bei­spiel, das zeigt, wie die lin­ke und rech­te Hemi­sphä­re funk­tio­nie­ren. Stel­len Sie sich einen Mann vor, der uns Anwei­sun­gen gibt, wie wir zu einem bestimm­ten Ort gelan­gen. Wenn es sich um eine Per­son mit einer stär­ker ent­wi­ckel­ten lin­ken Hemi­sphä­re han­delt, lau­tet die Anlei­tung: „Gehen Sie von hier aus drei Blocks gera­de­aus und bie­gen Sie in der Wine Street nach Nor­den ab, fah­ren Sie drei oder vier Kilo­me­ter ent­lang und bie­gen Sie dann auf dem Third Bou­le­vard nach Osten ab.“ Eine Per­son mit einer domi­nan­ten rech­ten Hemi­sphä­re wür­de unge­fähr so klin­gen: „Bie­gen Sie rechts ab (zeigt mit der rech­ten Hand), gehen Sie zu einer Kir­che (zeigt erneut) und fah­ren Sie gera­de­aus wei­ter, wenn Sie an der nächs­ten Ampel an den McDo­nalds vor­bei­fah­ren, bie­gen Sie rechts ab in Rich­tung eine Tank­stel­le Texaco. ”

Die rech­te Hemi­sphä­re ist also non­ver­bal und intui­tiv, sie ver­wen­det eher Bil­der anstel­le von Wör­tern. Obwohl das Den­ken der rech­ten Hemi­sphä­re als „krea­ti­ver“ ange­se­hen wird, gibt es kein rich­ti­ges oder fal­sches Den­ken, son­dern nur zwei ver­schie­de­ne Denk­wei­sen. Einer ist nicht bes­ser als der ande­re, und der Rechts­hän­der ist dem Links­hän­der nicht „über­le­gen“. Bei­de Gehirn­hälf­ten arbei­ten zusam­men, um das nor­ma­le Funk­tio­nie­ren des Orga­nis­mus zu ermög­li­chen. Unter­su­chun­gen haben jedoch gezeigt, dass bei den meis­ten Men­schen eine Hemi­sphä­re domi­niert. Die Mehr­heit der Men­schen ver­wen­det am häu­figs­ten die lin­ke Hemi­sphä­re, wäh­rend die Funk­tio­nen der rech­ten Gehirn­hälf­te häu­fig unter­ent­wi­ckelt sind. Ein Erwach­se­ner kann die Kin­der­welt nicht rich­tig ver­ste­hen, da bekannt ist, dass die rech­te Hemi­sphä­re bei Kin­dern viel akti­ver ist. Des­halb sieht die­se magi­sche “Ster­nen­welt der Phan­ta­sie” oft selt­sam und unzu­gäng­lich aus …

Lateralisierungs- und Lernproblem

Offen­sicht­lich wird das Pro­blem, das beim Ler­nen auf­tritt, durch das Zusam­men­ar­bei­ten unse­rer bei­den Gehirn­hälf­ten ver­ur­sacht. Wie wir nun wis­sen, ist jede für bestimm­te men­ta­le Funk­tio­nen ver­ant­wort­lich. Der Fach­be­griff, der die­se Unter­tei­lung beschreibt, heißt  Late­ra­li­sie­rung. Auf­grund die­ser Auf­tei­lung tritt ein Lern­pro­blem auf, weil die klas­si­sche Bil­dung die Arbeit der lin­ken Hemi­sphä­re begüns­tigt, wäh­rend die krea­ti­ve rech­te Hemi­sphä­re ver­nach­läs­sigt bleibt.

Da sie auch aktiv ist, sucht sie daher eine Art Arbeit für sich. Sie tut das ein­zi­ge, was für sie übrig bleibt – sie beginnt sich vor­zu­stel­len! Wenn man sich vor­stellt, dass das Kind die Auf­merk­sam­keit ver­liert, die beim Ler­nen benö­tigt wird, kommt es zu einem Kon­zen­tra­ti­ons­ver­lust, der zu einem schlech­ten Gedächt­nis führt. Da Kin­der beim Ler­nen über­wie­gend ihre lin­ke Hemi­sphä­re benut­zen, könn­te dies als „Gehen auf einem Fuß“ beschrie­ben wer­den, anstatt bei­de zu benut­zen. Es ist daher wich­tig, sich gleich­mä­ßig zu ent­wi­ckeln und gleich­zei­tig bei­de Gehirn­hälf­ten zu verwenden.

Wie aktiviert man die beiden Hemisphären?

Wis­sen­schaft­ler wie Tes­la, Ein­stein oder Men­de­leev waren gro­ße Wis­sen­schaft­ler mit einer aus­ge­präg­ten Vor­stel­lungs­kraft für das „Unmög­li­che“. Heu­te weiß man, dass vie­le Ent­de­ckun­gen und Erfin­dun­gen mög­lich wur­den, weil die Men­schen in der Lage waren ihre rech­te eben­so wie ihre lin­ke Hemi­sphä­re zu nut­zen. So schaff­ten sie es, durch eine aus­ge­präg­te Vor­stel­lungs­kraft, ihren Intel­lekt und ihr krea­ti­ves Den­ken, Lösun­gen für Pro­ble­me zu fin­den, die bis dahin undenk­bar schienen.

Ob unse­re Kin­der mal gro­ße Erfin­der und Ent­de­cker werden-weiß vor­her kei­ner… Jedoch fra­gen Sie sich viel­leicht, wie Kin­der es schaf­fen Wis­sen auf­zu­bau­en und trotz­dem ihre Fan­ta­sie zu nutzen?

Zwi­schen dem 4. Und 12. Lebens­jahr fin­den wich­ti­ge Pha­sen der Gehirn­ent­wick­lung statt. Stän­dig wird eine gro­ße Anzahl an Rei­zen erzeugt und ver­ar­bei­tet. Auf der Ebe­ne der Ner­ven­im­pul­se stel­len die­se Rei­ze den wah­ren „elek­tri­schen Sturm“ dar, mit dem die Funk­tio­nen der Gehirn­hälf­ten stän­dig kon­fron­tiert wer­den. In die­ser Zeit kämp­fen unse­re Hemi­sphä­ren gegen­sei­tig um die Vor­herr­schaft. Oft gewinnt eine Sei­te und wird als domi­nan­te Sei­te unse­res Gehirns her­vor­ge­hen. Somit wird wie­der die Auf­tei­lung der men­ta­len Funk­tio­nen zwi­schen der lin­ken und rech­ten Gehirn­hälf­te statt­fin­den. Es ist von größ­ter Bedeu­tung, dass Kin­der in die­sem Alter nicht die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit ver­pas­sen, die gleich­zei­ti­ge Ver­wen­dung bei­der Gehirn­hälf­ten zu lernen.

Zitat Albert Ein­stein: „Phan­ta­sie ist wich­ti­ger als Wis­sen, denn Wis­sen ist begrenzt!“

Gibt es noch ande­res Trai­ning für das Gehirn, außer Schach spie­len oder Kreuz­wort­rät­sel lösen? Natür­lich! Dank der oben genann­ten Prin­zi­pi­en wur­de eine spe­zi­el­le Metho­de ent­wi­ckelt, um die rech­te Hemi­sphä­re zu akti­vie­ren und ihre unend­li­chen Poten­zia­le aus­zu­schöp­fen. Das men­ta­le Rechen­pro­gramm ist die effek­tivs­te Metho­de des Gehirn­trai­nings, die die bes­ten Ergeb­nis­se bringt. Schu­le für men­ta­le Arith­me­tik Marvel-Kinder ent­wi­ckeln die men­ta­len Fähig­kei­ten von Kin­dern, indem sie bei­de Gehirn­hälf­ten des Gehirns akti­vie­ren. Durch die Ver­wen­dung bei­der Sei­ten des Gehirns wird das Kind zu einem ech­ten „klei­nen Genie“, das über die Fähig­kei­ten ver­fügt, die es für den Rest sei­nes Lebens erwor­ben hat. Auf die­se Wei­se wer­den unse­re „klei­nes Genie“ schließ­lich zu erfolg­rei­chen und voll­ende­ten Menschen.